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Fort- und Weiterbildung
Fort- und Weiterbildungs-ABC
Wer rastet, der rostet. Wir unterstützen Sie auf den Weg nach oben und bieten Ihnen ausführliche Informationen rund um das Thema Fort- und Weiterbildung.
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Tourismusbetriebswirt (FH)
Die Weiterbildung Tourismusbetriebswirt (FH) richtet sich an Fachkräfte der Tourismusbranche, die eine Position im gehobenen Management anstreben und an Akademiker, die in der Tourismuswirtschaft tätig werden möchten.
Berufliche Perspektiven
Ob als Manager bei einem Verkehrsträger oder in einer Freizeitanlage, als leitender Mitarbeiter einer Fluggesellschaft, bei einem Reisevermittler- oder Veranstalter - die beruflichen Möglichkeiten im Tourismus sind vielfältig. Für eine leitende Position braucht es dazu Fachwissen und Führungskompetenz.
Berufliche Betätigungsfelder finden sich in erster Linie bei Reiseveranstaltern, Reisemittlern, Hotelgesellschaften, Messe- und Kongressveranstaltern, Fremdenverkehrsämtern, Kur- und Bäderbetrieben, Verbänden, Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften etc.
Absolventen/innen dieser Weiterbildung besetzen verantwortungsvolle Positionen im Management, Key Account, in der Projekt- und Abteilungsleitung im Marketing, Controlling, Rechnungswesen, Organisation oder Personalwesen eines Unternehmens.
Zugangsvoraussetzungen
Die Zulassungsvoraussetzung eine Fachhochschulweiterbildung mit Abschluss Tourismusbetriebswirt (FH) setzt im Allgemeinen ein abgeschlossenes (Fach-)Hochschulstudium oder eine erfolgreich abgelegte Tourismusfachwirtprüfung vor der IHK oder eine Meisterprüfung der IHK bzw. Betriebswirtprüfung der Handwerkskammer mit fünfjähriger Berufserfahrung im kaufmännischen Bereich eines touristischen Leistungsträgers voraus.
Dauer
18 Monate
Lehrplan
Der Lehrplan sieht eine betriebswirtschaftliche Basis vor, die am Anfang der Weiterbildung vermittelt wird und auf die tourismusspezifische Inhalte aufgebaut werden. Bei einer berufsbegleitenden Weiterbildung entfallen die Praktika, da die Studenten Vollzeit berufstätig sein können. Die Weiterbildung kann in Kooperation eines Weiterbildungsinstituts mit einer Fachhochschule durchgeführt werden.
Studieninhalte
Neben den ökonomischen und rechtlichen Grundlagen wie Rechnungswesen, Organisation und Controlling, umfasst die Weiterbildung z.B. die Besonderheiten der touristischen Betriebswirtschaft, das Tourismusmarketing und das Management von Verkehrsträgern, Reiseveranstaltern und Hotelbetrieben.
Die FH-Weiterbildung schließt in der Regel mit einer Abschlussarbeit nach 19 Monaten ab.
Finanzierungsmöglichkeiten
Finanzierungsmöglichkeiten ergeben sich häufig über verlängerte Zahlungsziele, steuerliche Geltendmachung als Sonderausgabe und ggf. Förderung über die Agentur für Arbeit anhand von Bildungsgutscheinen.
Studienabschluss
Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten die Absolventen/innen den Titel Tourismusbetriebswirt/-in (FH).
Tourismusfachwirt /- in (IHK)
Der "Tourismusfachwirt" ist kaufmännische Führungskraft und gleichzeitig Branchenspezialist/-in in der Tourismusindustrie.
Der Lehrgang gliedert sich in zwei aufeinanderaufbauende Teile: Ein großer Teil der Qualifikationsanforderungen im Dienstleistungssektor sind identisch, daher wurde ein handlungsfeldübergreifender Teil entwickelt. Dieser schließt mit einer Prüfung vor der IHK ab. Auf die spezifischen Anforderungen der Unternehmen im Gastgewerbe wurde der handlungsfeldspezifische Teil "Tourismusfachwirt" entwickelt, der ebenfalls mit einer Prüfung vor der IHK abschließt.
Inhalte des handlungsfeldübergreifenden Teils:
- Arbeitsmethodik (Darstellungs- und Gliederungstechniken; Methoden der Problemanalyse und Entscheidungsfindung; Grundlagen der Sprech- und Redetechnik; Neue Medien u.a.)
- Aspekte der Volks- und Betriebswirtschaft, Recht und Steuern (Aspekte der Volks- und Betriebswirtschaft; Rechtsform der Unternehmung, Marktformen; Wirtschaftspolitik; Recht; BGB Allgemeiner Teil; BGB Schuldrecht; Steuern; Grundbegriffe des Steuerrechts¸ Steuerpflicht u.a.)
- Unternehmensführung, Controlling und Rechnungswesen (Unternehmensführung; Zielarten; Strategische Planung; Organisation; Leitungsstrukturen; Organisationsformen; Führung; Ziele und Grundsätze der Delegation; Controlling; Qualitäts- Controlling; Rechnungswesen; Gesetzliche Grundlagen des HR, GoB; Bilanz u.a.)
- Personalwirtschaft, Informationsmanagement und Kommunikation (Personalwirtschaft; Personalpolitik; Informationsmanagement; Grundbegriffe der EDV; Kommunikation; Präsentationstechnik; Organisation und Präsentation u.a.)
Handlungsfeldspezifische Qualifikation.
- Grundlagen des Tourismus (Begriffsbestimmung, Kennwerte und Statistik; Entwicklung des Tourismus; Geographie des Tourismus; Soziologie und Psychologie des Tourismus; Kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Aspekte des Tourismus; Marktstrukturen; Tourismuspolitik u.a.)
- Tourismus Management (Managementstrategien / Qualitätsmanagement; Tourismusspezifische Informationstechnologie; IT-gestützte Unternehmensabläufe; Veranstaltungs- u. Eventmanagement; Medienmanagement u.a.)
- Tourismus Marketing (Marketingphilosophie u. -konzepte; Marktforschung u. -analysen; Marketingziele und Marketingstrategien; Marketing Instrumente; Marketing Implementierung; Marketing Controlling u.a.)
- Betriebsspezifisches Management (Destinationsmanagement; Management des Kur- und Bäderwesen; Hotellerie- und Gastronomiemanagement; Management der Verkehrsträger; Management von Freizeitanlagen und Erlebniswelten; Management der Reiseveranstaltung; Management der Reisevermittlung u.a.)
Der Beginn und die entsprechende Dauer variieren von IHK zu IHK, daher empfiehlt es sich, sich bei der ortsansässigen Handelskammer zu informieren. Die Lehrgänge umfassen ca. 240 bzw. 310 Unterrichtsstunden und finden meistens an 1-2 Tagen (auch Wochenende) in den Morgen- oder Abendstunden statt.